Wir haben heute ein Foto für dich

Wir haben heute ein Foto für dich

Eine der wenig beachteten Stilrichtungen im Umgang mit den bunten Steinen war bis vor einiger Zeit die Lego-Fotografie. Fristete sie doch in den einschlägigen Foren stets ein Nischendasein zwischen der Plauderecke und den Kleinanzeigen.

Mit der verstärkten Nutzung von Social-Media-Plattformen in der Lego-Community blüht diese Kunstform nun regelrecht auf. Kein Wunder, ist Instagram ursprünglich ja vor allem für coole, spontane Fotos ohne Werbelinks zu komischen Blogs oder Beauty-Palace-Gutscheinen gedacht gewesen.

Um dieser Kunstform ihren gebührenden Respekt zu zollen, stellen wir euch (und wohl auch in Zukunft) eine erlesene Auswahl erstklassiger Fotos von diversen Lego-Fans auf Instagram vor, bei denen es nicht darum geht, das eigene Moc abzulichten. Eine Auswahl von 10 Bildern.

#1

„Going to get my beard trimmed“ von @lego.terra auf Instagram

Obgleich es sich weiterhin um Hartplastik handelt, kann ich regelrecht fühlen, wie durchnässt Dumbledores Umhang ist. Zum Glück fährt der Hogwarts-Express bereits ein. Albus, Hand weg!

#2

„I have just made a deal…“ von @hernak_pictures auf Instagram

Bildbearbeitung ist alles. Aber auch die Auswahl des Gesichtsausdruckes der Figuren spielt eine entscheidende Rolle, wie uns @hernak_pictures hier zeigt. Zum Glück gibt es inzwischen so viele Neuauflagen, dass man hier eine gewisse Auswahl zur Verfügung hat.

#3

„He will join us… or die“ von @hernak_pictures auf Instagram

Falls ihr euch auch mal an einfachen Bildern versuchen wollt: Für leuchtende Lichtschwerter empfehle ich den Gaußscher Weichzeichner. Entsprechende Tutorials (wie für alles im Leben) könnt ihr auf Youtube finden.

#4

„Pinned down and under siege“ von @lego_star_wars_tong auf Instagram

Könnt ihr spüren, wie die Schüsse am Felsen einschlagen? Gar nicht mehr so bunt und kitschig wie in den Filmen. Der Urheber dieses Fotos ist übrigens auch grandios im Customizing seiner Figuren.

#5

„War…“ von @lego_star_wars_tong auf Instagram

Und auch das bekommt man im Kino üblicherweise nicht zu sehen: zu diesem Zeitpunkt liegen sich die Protagonisten üblicherweise im Vollbild in den Armen.

#6

„Starkiller Base“ von @huehughes auf Instagram

Der Fotograf @huehughes ist definitiv ein Meister seines Fachs. In seinem Feed könnt ihr auch manche Behind-the-Scenes-Bilder entdecken!

#7

„Rey“ von @huehughes auf Instagram

Dort könnt ihr auch sehen, welche Materialien für die Hintergründe sowie den Staub und Dreck zum Einsatz kommen.

#8

„The Dark Side’s white album cover“ von @huehughes auf Instagram

Wie viel Arbeit wohl darin besteht, die Figuren und Steine anschließend wieder zu säubern?

#9

„Spider Man“ von @thelegophotographer auf Instagram

Selbst eine einzige Figur und ein verschwommener Hintergrund reichen manchmal aus, um den Betrachter in seinen Bann zu ziehen.

#10

„And one day it stopped raining“ von @thelegophotographer auf Instagram

Wer hätte gedacht, dass der von Lego designte Aragog tatsächlich auch gefährlich aussehen kann?

Kennt ihr ebenfalls tolle Fotografen, welche auch lieber Legofiguren in die Hand nehmen, anstatt das millionste Bild vom Brandenburger Tor zu machen? Zeigt Sie uns in den Kommentaren!

5 Kommentare
Michael
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5 Kommentare

  • Matze2903
    17. Februar 2019, 14:50

    Hi!

    Zu Bild #4: Die Schüsse kann ich nicht fühlen aber das Bild ist cool. So eine dreckige Endzeitstimmung ala Mad max und Co. ist ohne Fremdteil Dreck, Erde oder Staub nicht sehr gut hinzukriegen. Auf dem Bild kommt es gut rüber, wie die Sturmtruppler durch den Sumpf/ Schnee kämpfen.
    Klasse macht weiter so, Brickdown gefällt mir bisher sehr gut.

    REPLY
    • Michael@Matze2903
      1. März 2019, 11:54

      Hey Matze, vielen Dank für das positive Feedback!
      Wir werden uns Mühe geben, Brickdown immer aktuell zu halten und regelmäßig mit frischem Content zu versorgen.

      REPLY
  • HawaiiToad
    18. Februar 2019, 13:41

    Beim Thema Fotografie und LEGO bin ich ehrlich gesagt zweigeteilt was meine Meinung angeht.
    Ja, es kann gut aussehen was da teilweise mit Fototechnik und Effekten zelebriert wird.
    Aber wenn man sich den Sprung in den letzten 5 Jahren ansieht, dann ist es mir heute eher zu viel Foto-Brimborium und zu wenig LEGO welches im Vordergrund steht,
    Das Problem sind nicht zu wenige Leute die das nutzen wie noch vor wenigen Jahren, sondern eher zu viele und das dabei das eigentliche Thema – die bunten Steine – etwas ins Hintertreffen geraten.
    Heute wird man je aber belächelt, wenn man einfach nur sein MOC präsentiert: Kein Fotohintergrund, keine Effekte, keinen Titel in verschnörkelter Schriftart und kein Eigenname/Nick.
    Nur das Moc.

    mfg HT / Christian

    REPLY
    • Thilo@HawaiiToad
      19. Februar 2019, 9:57

      Hi Toad! Die Meinung teile ich nicht – Man muss es halt als das sehen was es ist: eine andere Form von Kunst. Es sagt ja niemand, dass das Lego auch im Vordergrund stehen muss 🙂 Es ist halt etwas anderes, man muss ja nicht nur bauen mit den bunten Steinchen.
      Was die Vorstellung von Mocs angeht: das ist natürlich nochmal eine andere Geschichte. Die meisten wollen ihre Bauten schön präsentieren. Das Auge isst halt mit. Wie beim Sushi-Essen!

      REPLY
      • HawaiiToad@Thilo
        20. Februar 2019, 9:08

        Ja Thilo, das kann man so sehen.
        Für nicht wenige AFOL/TFOL sind Fotos der letzte "leidige Aspekt" um ihre Mocs der Community in den Foren, auf Flickr präsentieren zu können, denn wie soll sich diese sonst "ein Bild davon machen können"? Da eignet man sich dann notgedrungen etwas Praxiswissen über Beleuchtung, Hintergründe usw. an.
        Die oben gezeigten Beispiele gehen eher in die Richtung die Kunst der Darstellung in den Vordergrund zu rücken, man könnte auch sagen Foto > Lego.

        mfg HT

        REPLY

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