Microfighters – Die schlechteren Battlepacks

Microfighters – Die schlechteren Battlepacks

Bei einer Rabattaktion habe ich kürzlich zwei Exemplare des Sets Krennic’s Imperial Shuttle Microfighter (75163) ergattert. 50% Rabatt? Warum nicht! Jetzt lagen die beiden kleinen Kartons seit Wochen ungeöffnet auf dem Schreibtisch und ich fragte mich, was ich damit eigentlich machen soll.

Beitrag von Michael, Fotos von Thilo.

Auf der Rückseite der Packung sind bereits die Sets zu sehen, um die es später noch geht.

Seit 2014 beglückt uns Lego jährlich mit diversen Microfightern, nachdem diese Strategie bereits ab 2012 mit der Planetenserie eingeläutet wurde. Zu Beginn noch ganze acht Stück je Jahr, inzwischen immer noch drei bis vier Exemplare. Der Preis beläuft sich seit Beginn auf 9,99 €. Für diese knapp zehn Euro bekommt man eine einzelne Figur oder auch mal nur einen B-1 Kampfdroiden (75029). Dazu gibt es noch ein paar Kleinteile, welche irgendein Gefährt darstellen sollen, das in keinerlei Maßstab zur Figur steht. Ein Teilespender eben, weil Lego nach wie vor nicht die Lizenz besitzt, einzelne Figuren zu verkaufen.

In meinem Fall beinhaltet die Verpackung einen Imperial Shuttle Pilot, sowie Krennic’s Shuttle in Miniaturversion, hauptsächlich bestehend aus schwarzen Schrägsteinen. Auch als Teilespender eignet sich das Gefährt also nur bedingt.

Die Figur macht definitv was her, da kann man nichts sagen.
Das einzig Wünschenswerte ist eine Bedruckung der Beinrückseiten.
Hauptsächlich Steine, mit denen man für mein Empfinden herzlich wenig etwas anfangen kann.
Auch das Ergebnis sieht nicht sehr überzeugend aus.

Eine Figur? Macht zehn Euro.

Sicherlich kann man Erwachsene nicht wirklich als die Zielgruppe dieser Sets bezeichnen. Wenn der Enkel Geburtstag hat und man noch eine Kleinigkeit geben möchte, da das restliche Geschenk nur aus einem Saturn-Gutschein besteht – dann nimmt man so ein Ding eben noch mit. Und ein paar Verrückte betreiben damit vielleicht auch Armybuilding.

Aber worin genau liegt das Konzept, zehn Euro für eine Figur mit Beiwerk zu verlangen? Bei der nächstgrößeren Variante, dem bewährten Battlepack, bekommt man für etwa 15 Euro, je nach Jahrgang, ganze drei Figuren mehr. Unter Nichtbeachtung der zusätzlichen Steine ergibt das 10,00 € je Figur beim Microfighter bzw. 3,75 € je Figur beim Battlepack.

Schonmal einen Y-Wing mit Übergewicht gesehen?

Grundsätzlich finde ich die Idee, Figuren trotz fehlender Lizenz über Umwege einzeln zu verkaufen, sehr gut. Denn genau das wollen die Fans. Und doch gäbe es so viele bessere Möglichkeiten das umzusetzen. Wieso bekommen wir keinen Tusken mit einem Jawa und als Beigabe einen Droiden und einen Evaporator? Oder wie wäre es mit Watto, Sebulba und ein paar coolen Schrottteilen und Droiden? Ihr merkt schon: Bei einem Preis von 9,99 € sollten mindestens zwei Figuren enthalten sein. Zusätzlich zum Imperial Shuttle Pilot ein Orson Krennic? Guter Deal! Alles andere ist reine Abzocke und steht in keinem Preis-Leistungs-Verhältnis zu anderen Sets.

Besonders glücklich sieht er auf seinem Miniaturschiff ja nicht gerade aus.

Ein Y-Wing (75162), welcher keinerlei Proportionen eines Y-Wings aufweist, weil die Figur unbedingt darauf sitzen können muss (Stichwort swooshen!), bringt mir absolut nichts. Und wer sich diese unförmigen Dinger ernsthaft ins Regal stellt, sollte sich fragen, ob man denn wirklich alles sammeln muss.

Es könnte so schön sein…

Um mich wirklich von Figuren-Starterpacks – so nenne ich sie mal – zu überzeugen, möchte ich für immerhin zehn Euro zwei Figuren aus dem gleichen Themengebiet mit dazu passenden Accessoires erhalten. Und nicht deren Raumschiffe, welche ich in einer vernünftigen Größe auch separat kaufen kann, sofern ich das möchte. Achja, und natürlich echte Waffen und nicht diese Schnipskatastrophe.

Ich war übrigens der naiven Meinung, ich könnte bei einem Rabatt von 50% die beiden „Sets“ irgendwann für ein paar Münzen mehr weiterverkaufen. Nix da. Auf Bricklink bekommt man den Imperial Shuttle Pilot bei deutschen Händlern ab 2,76€ (Stand 01.02.2019). Bleibt mir wohl nur die Option, die beiden Kollegen in meine imperiale Armee einzufügen. Was ich mit dem Mini-Shuttle mache? Keine Ahnung.

6 Kommentare
Michael
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6 Kommentare

  • Shir
    28. Februar 2019, 18:01

    Man baut die Teile einmal auf und dann sortiert man die Steine weg. So ist das halt. Zum UVP kauft doch eh keiner diese Partspacks und Sammeln lohnt sich nicht – jedenfalls für mich. Aber ich hab schon einige U-Wing-Piloten auf diese Weise besorgt. Und es gab auch schon mal Trooper die interessant waren.

    REPLY
    • Michael@Shir
      1. März 2019, 11:52

      Ich habe das Set wie oben geschrieben für die Hälfte der UVP erworben und selbst hierbei liegt das Preis-Leistungs-Verhältnis noch schlechter als bei einem Battlepack. Grundsätzlich finde ich solche Mini-Sets auch nicht schlecht, lange Zeit gab es sowas gar nicht. Aber um diese für uns Sammler wirklich attraktiv zu machen, müssen einfach zwei Figuren enthalten sein – oder die eine Figur so gut und exklusiv, dass man auch gerne mehr Geld hierfür ausgibt.

      REPLY
  • Legonaut
    28. Februar 2019, 22:30

    Grundsätzlich kann man dir bezüglich der Figuren nur zustimmen, beim Preisleistungsverhältnis stimmt da irgendwas nicht!

    Dabei wären Microfighter der Ideale Weg gute, exklusive bzw. sonst nur in teuren Sets erhältliche Figuren an den Mann bzw. an die Frau zu bringen.

    Jener Pilot hätte sich mMn deutlich besser in einem "Imperial Battle Pack" neben zwei Stormis und einem Offizier viel besser gemacht.

    Bezüglich der Teile kann bei solchen Sets eigentlich nie viel erwarten, wobei ich Krennics Shuttle sogar noch als Ausnahme ansehe, da hier für Mocer/Aussteller hier 4 (ja mal eine ordentliche Zahl) der 2×2 Corner Slopes in Schwarz vorkommen.

    Meine Persönlichen Favoriten bei den Microfightern sind der Dewbag doppelpack mit 3 Figuren und der U-Wing wegen dem exklusiven Piloten.

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    • Michael@Legonaut
      1. März 2019, 11:47

      Freut mich, dass du da ähnlicher Meinung bist! Bezüglich der Teile gebe ich dir natürlich recht, da darf man nie viel erwarten und in den Battlepacks findet man meist auch nichts nützlicheres.

      Wenn ich mir einen Microfighter aussuchen dürfte, wäre das für mich übrigens ebenfalls der Dewback. Denn der würde als Baby-Dewback in einem Moc tatsächlich funktionieren.

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  • HawaiiToad
    18. März 2019, 11:02

    Ach ja, die LEGO-SW Seifenkisten ;o) …

    Im Grunde gibt es ja 2 Versionen. 1x damals die Planeten mit einer Figur und dann einem Fahrzeug im Micro-Stil oder nun die Microfighters wo der Pilot etwas beengt in seinem Mini-Build sitzt.
    Sammeln muß ich die auch nicht.
    Aber es war immer auch mal eine gute Gelegenheit an SW-Figuren zu kommen, ohne gleich wieder 30-50 Euro für ein Set ausgeben zu müssen.
    Es gibt ja doch recht viele SW-Contests und mit magerem Figuren-Pool kam man da oft nicht weit bzw. konnte garnicht erst mitmachen.
    Einen Han Solo oder einen Wookie über diesen Weg zu beziehen, warum nicht?

    Sonst machen die kleinen Sets aber auch echt nicht viel her. Die enthaltenen Steine sind sehr oft idT nun nicht das, was die Steinekiste unbedingt noch benötigt hätte für das nächste MOC.

    mfg HT/Christian

    REPLY
    • Michael@HawaiiToad
      18. März 2019, 11:31

      Die Planeten-Serie fand ich in der Tat ganz interessant. War mal eine ganz andere Art von Set und einmal die diversen Planeten im SW-Universum darstellen – why not. Hätte man gerne noch weiterführen können, die Auswahl ist ja quasi unbegrenzt.

      Und gerade hiergegen versagt die aktuelle Microfighters-Reihe qualitativ auf ganzer Linie.
      Sollte ein akuter Bedarf an der enthaltenen Figur bestehen, kann man gerne zugreifen, wie du sagst. Sind halt trotzdem noch 10€ für eine Figur.

      REPLY

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